Konstanzer Blätzlebuebe-Zunft e.V.

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08.12.2017, 19:00 Uhr
Vollmondbar (Zunft)

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Das ABC der Zunft

 

Bierdeckel scherzhafte Bezeichnung für die Jahresmarke aufgrund ihrer früheren Form
Blätzleball erstmals 1950 durchgeführt
Blätzlebrunnen Steht auf dem Blätzleplatz im Stadtzentrum und wurde 1968 eingeweiht
Blätz oder Blätzlebue Die Figur des Blätz ist eine der ältesten Masken (Maske meint hier die gesamte Narrenfigur) der schwäbisch-alemannischen Fasnacht überhaupt. Die heutige Form des Blätzlebue wurde 1932 von Blätzlevatter Ludwig Müller in Anlehnung an noch erhaltene Häser entworfen.
Blätzleplatz Platz im Zentrum von Konstanz an den Augustinerplatz angrenzend. Standort des Blätzlebrunnens.
Gardeorden Auszeichnung für Mitglieder, die sich um die Zunft besondere Verdienste erworben haben.
Großer Blätz

Der "Große Blätz" wurde 1968 vom damaligen Zunftmeister Heinz Hug ins Leben gerufen. Die Ehrennadel wurde von Peter Müller geschaffen und kam 1987 hinzu. Die Ordensträger sind im Ordensbuch dokumentiert und wegen ihrer großen Zahl hier nicht aufgeführt.

Der "Große Blätz" wird jährlich für die treue und lückenlose Mitgliedschaft bei der Hauptversammlung verliehen.
• Bronze ( 20 Jahre Mitglied)
• Silber ( 30 Jahre Mitglied)
• Gold ( 40 Jahre Mitglied)
• Ehrennadel ( 50 Jahre Mitglied)

Bei Laternentanz- und Fanfarenzugmitgliedern, sowie bei Räten gibt es eine Sonderregelung.
Jährlich erscheint im Hahneschrei eine Namensliste. Hier werden die Namen derer veröffentlicht, die bei der letzten Hauptversammlung mit dem "grossen Blätz" ausgezeichnet wurden.

Gugel Die alte Kopfbedeckung der kahlgeschorenen Schalknarren war die Narrenkappe (auch: Gugel von lat. cucullus), eine runde Mütze mit Eselsohren und Hahnenkamm, der in Form eines gezackten roten Tuchstreifens von der Stirn bis zum Nacken reichte. Diese Narrenkappe war auch Bestandteil der Bekleidung des Till Eulenspiegel.
Hahn

Annette Greif schreibt zu diesem Thema: "Zwei weitere, im Mittelalter mit negativen Eigenschaften belegte Tiergestalten lassen sich im Narrengewand wiedererkennen. [...] Das andere Tier, das mit der Narrengestalt in Verbindung gebracht wird und ikonographisch meist nur an der Narrengugel angedeutet [...],teilweise aber auch, wie im Gemälde Allegorie der Narrheit [...] voll ausgestaltet erscheint, ist der Hahn. Werner Mezger konstatiert in diesem Zusammenhang: 'Unter den negativen Bewertungen war jedoch die Haupteigenschaft, die man in der Gestalt des Hahnes verkörpert sah, ohne Zweifel die Geilheit. Und Geilheit galt in der Tat als ein untrennbar mit der Narrheit verbundenes Laster. Schließlich waren die Narren in den Augen der Theologen typische Vertreter der 'civitas terrena', des sündhaften irdischen Staates, von dem der hl. Augustinus gesagt hatte, daß man in ihm nicht nach dem Geist - secundum spiritum -, sondern nach dem Fleisch - secundum carnem - lebe.' "

Quelle: Annette Greif: Narrenliteratur im Mittelalter; Werner Mezger zitiert aus: Narretei und Tradition - die Rottweiler Fasnet. Stuttgart 1984, S. 27

Hahneschrei Zunftorgan, das seit 1966 jährlich einmal erscheint
Hemdglonker Als nach der Säkularisation der Karneval neu belebt wurde, folgerte das 19. Jahrhundert aus dem alten Sprichwort: "Gleiche Brüder, gleiche Kappen" für die Narrenkappe: "Gleiche Narren, gleiche Kappen" und unifomierte die Narren mit einer Narrenkappe. ("Jedem Narren seine Kappe" meint dagegen: Jeder so, wie es ihm beliebt!). Die Ehre, die moderne Narrenkappe eingeführt zu haben, besitzt kein Alemanne, Bayer oder gar Rheinländer, sondern - man höre und staune - ein Preuße. Generalmajor Baron von Czettritz und Neuhaus hat 1827 die Einführung dieses Kappe in Köln vorgeschlagen. Diese Kappen haben nicht mehr die Gugel zum Vorbild, sondern die Jakobinermütze, die wiederum die phrygische Mütze imitierte. Markant für die ersten "modernen" Narrenkappen wie für die gegenwärtigen ist die - wenigstens an einer Stelle - nach vorn gebogene Spitze, wie sie eben für die phrygische Mütze typisch ist. Die "Verzierung" mit langen Fasanenschwanzfedern, mit bunten Steinen etc. symbolisiert die lächerliche Eitelkeit des Narren. Man kann sich oft des Eindrucks nicht erwehren, dass einzelne Kappenträger vergessen haben, dass ihre Kopfbedeckung die Eitelkeit lächerlich machen, nicht aber erneut vorführen soll.
Narreneltern Gab es bei den Blätzlebuebe in Form des Blätzlevatters und der Blätzlemutter. Die Blätzlemutter war im Gegensatz zu anderen Narrenmüttern tatsächlich eine Frau. Auf Wunsch von Ludwig Müller sind die Narreneltern in der Zunft eine einmalige Erscheinung.
Narrenkappe und Ratsmütze Als nach der Säkularisation der Karneval neu belebt wurde, folgerte das 19. Jahrhundert aus dem alten Sprichwort: "Gleiche Brüder, gleiche Kappen" für die Narrenkappe: "Gleiche Narren, gleiche Kappen" und unifomierte die Narren mit einer Narrenkappe. ("Jedem Narren seine Kappe" meint dagegen: Jeder so, wie es ihm beliebt!). Die Ehre, die moderne Narrenkappe eingeführt zu haben, besitzt kein Alemanne, Bayer oder gar Rheinländer, sondern - man höre und staune - ein Preuße. Generalmajor Baron von Czettritz und Neuhaus hat 1827 die Einführung dieses Kappe in Köln vorgeschlagen. Diese Kappen haben nicht mehr die Gugel zum Vorbild, sondern die Jakobinermütze, die wiederum die phrygische Mütze imitierte. Markant für die ersten "modernen" Narrenkappen wie für die gegenwärtigen ist die - wenigstens an einer Stelle - nach vorn gebogene Spitze, wie sie eben für die phrygische Mütze typisch ist. Die "Verzierung" mit langen Fasanenschwanzfedern, mit bunten Steinen etc. symbolisiert die lächerliche Eitelkeit des Narren. Man kann sich oft des Eindrucks nicht erwehren, dass einzelne Kappenträger vergessen haben, dass ihre Kopfbedeckung die Eitelkeit lächerlich machen, nicht aber erneut vorführen soll.
Pritsche Narrenutensil; eine Art Holzzepter mit bunten Bändern; Lärminstrument. Früher wurde an Fasnacht den Mädle die Bändel aus dem Zopf gestohlen und an der Pritsche befestigt.
Schnetztor Stadttor von Konstanz und Zunftstube, die 1978 eingeweiht wurde.

Herzlichen Dank an unsere Förderer